Patenkind im Kindergottesdienst

 

Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt

Pfrn. Bea Ackermann ist es wichtig, dass die Kinder schon früh den christlichen Wert des Teilens mit den Notleidenden dieser Welt lernen. So unterstützt sie seit 2010 mit den Kindern des Kindergottesdienstes der evangelischen Kirchengemeinde Auringen ein Patenkind in Brasilien. Jeden Sonntag geht eine kleine Porzellankirche herum, in der die Kinder etwas hineinwerfen dürfen. Die Organisation, die dahintersteht: Rette ein Kinderleben e.V. in Limburg hatte Pfrn. Ackermann bei einem Brasilienurlaub 1987 kennengelernt. Mit einem monatlichen Beitrag von 42 € helfen die Paten, dass die Kinder in die Schule gehenund später eine Ausbildung machen können und so aus dem Teufelskreis der Armut herauskommen.

Das Besondere ist hierbei, dass die Paten in regelmäßigem Kontakt mit dem Patenkind stehen. So standen auch die Kindergottesdienstkinder in regelmäßigem Briefaustausch mit ihrem ersten Patenkind Edilene. Sie erfuhren von ihren Fortschritten in der Schule und Neuigkeiten aus der Familie. Mit dabei waren immer farbenfrohe Bastelarbeiten von Edilene, die aber selbst auch Post von den Kindergottesdienstkindern bekam mit selbst gemalten Bildern und Fotos. 2017 konnte Patenkind Edilene erfolgreich die Schule abschließen und eine Ausbildung machen.

Als Nachfolgerin wurde dann Patenkind Gabriela unterstützt, die 2021 ihre Schulausbildung beendete. Nun freuen sich die Kindergottesdienstkinder, dass sie ein neues Patenkind haben: die sechsjährige Maria Fernanda, die das 1.Schuljahr besucht. An den letzten beiden Sonntagen befassten sich die Kinder mit dem Thema: „Teilen macht Freude“. Anhand der Geschichte von der wunderbaren Brotvermehrung, in der sie aktiv mit einbezogen wurden, erfuhren die Kinder, dass dort Wunder geschehen, wo Menschen miteinander teilen. „Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt“ sangen die Kinder anschließend voller Begeisterung. Danachbastelten sie fantasievolle Fische für ihr Patenkind Maria und schrieben ihr einen Brief, in dem sie von sich erzählten, ihr aber auch viele Fragen stellten. Nun warten sie gespannt auf die Antwort, die noch etwas dauert, da der Brief von der Organisation erst ins Portugiesische übersetzt werden muss. Bis dahin geht weiterhin jeden Sonntag die Porzellankirche herum und bei den Fürbitten werden viele Kerzen für Maria angezündet.

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