Martins-Gottesdienst

Am Sonntag den 8.11. 2020 hatte die evangelische Kirchengemeinde Auringen zum Martinsgottesdienst für Groß und Klein eingeladen. Auf dem Platz hinter der Kirche hatte man einen kreativen Weg gefunden, die notwendigen Sicherheitsabstände zwischen den Familien so herzustellen, dass auch gesungen werden konnte. So hatte man mit Schnur einen Kreis gelegt, an dem Simone Glaubauf, die diesen Gottesdienst mit vorbereitet hatte, alle drei Meter eine große Schleife gebunden hatte, sodass die Familien genau wussten, wo sie stehen durften. So kamen 14 Familien mit ihren Kindern, die sich freuten, dass in diesem Jahr doch noch ihre Martinslaterne zum Einsatz kam.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Interview, das Pfrn. Bea Ackermann mit Bischof Martin führte, dargestellt von Ulrich Schmidt im eigens dafür besorgten bischöflichen Gewand mit Mitra und Bischofsstab. Er erzählte, wie er dem Kaiser sein Schwert zurückgegeben hatte und dieser ihn als Feigling beschimpfte. Er habe zum Zeichen, dass sein Vertrauen auf Gott größer sei als seine Angst angeboten, sich ohne Schwert und Helm am nächsten Tag in die vorderste Reihe der Schlacht zu stellen. In der Nacht aber hätten sich die Feinde ergeben. Pfrn. Ackermann betonte, dass die Menschen heute in der Zeit der Pandemie genau dieses Vertrauen bräuchten, dass Gott stärker sei als alle unsere Ängste. Die Laternen seien ein Zeichen dafür, dass Gott gerade in diesen Zeiten für uns da sei. Sehr schön habe dies Kindergottesdienstkind Konstantin Fritsche ausgedrückt: „Hab keine Angst im Dunkeln, Gott leuchtet für dich, egal wo du bist.“ In einer kleinen Ansprache ermutigte Pfrn. Ackermann die Gottesdienstbesucher, sich wie Martin gegen Gewalt und für Frieden einzusetzen. Dies könnten auch schon die Kinder, indem sie versuchten, Streit friedlich mit Worten zu lösen und auch nicht gegen andere hetzten oder zuließen, dass Kinder geärgert oder ausgestoßen werden. So können wir alle ein bisschen so wie Martin sein, betonte Pfrn. Ackermann und dies wurde dann auch mit dem gleichnamigen Lied   bekräftigt. Natürlich wurden auch alle anderen Martinslieder von den Kindern begeistert mitgesungen.

Frisch zum Einsatz kam die neue Licht- und Tontechnik, die die Gemeinde sich für die Gestaltung von Außengottesdiensten und der Aufnahme von Onlinegottesdiensten zugelegt hatte. Kompetent von Joshua Ackermann bedient, waren Licht und Ton perfekt. Im Anschluss an den Martinsgottesdienst gab es dann einen kleinen Martinsumzug. Auch hier diente das Seil mit den Schleifen als Unterstützung, den Abstand der drei Meter auch hier einzuhalten. Da beim Umzug nicht gesungen werden durfte, hatten die Kindergottesdienstkinder die Martinslieder vorher aufgenommen und diese wurden jetzt von mehreren kleinen Boxen abgespielt. Nach dem Umzug bekamen alle eine Tüte mit Lutherbrodt, einer süßen Spezialität aus Wittenberg, die eigentlich für die Reformationsfeier sein sollte, die dann wegen Corona nicht stattfinden konnte. Hier freuten sich Groß und Klein über die leckere Spezialität. „Danke für ein Stückchen heile Welt“ war einer der vielen dankbaren Rückmeldungen für dieses Martinsgottesdienst mit kleinem Laternenumzug.

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